Wolfgangsee 89,6: Entstehung einer Sendeanlage
Ein Bescheidspruch der Rundfunk- und Telekomregulierung (RTR) vom 20. März 2012 berechtigt das Freie Radio Salzkammergut sein Empfangsgebiet auf die Wolfgangseeregion und damit auf das Bundesland Salzburg zu erweitern.
2. Juni 2012
Bestandsaufnahme am künftigen Sendestandort beim Leitnerbauer in Strobl mit unserem Techniker Marcus "Africa Unite" Diess in der Bildmitte. Eine Antenne wird Richtung St. Gilgen und die zweite in Richtung Strobl das Programm des Freien Radios auf 89,6 MHz abstrahlen. Die Versorgung wird aufgrund direkter Sichtlinien in die jeweiligen Ortschaften sehr gut sein, lediglich der Bürglstein wird einen Senderschatten nach Rußbach werfen. Das Programm sollte aber auch dort zu empfangen sein.
Standortbesichtigung mit Techniker M. Diess Abmessen der Mastrohre in 15 Meter Höhe
12. Juli 2012
Nachdem die Vorbereitungsarbeiten für den Aufbau in Strobl weitestgehend abgeschlossen sind, werden wir Anfang August mit den Arbeiten an Mast und Container beginnen. Geht alles reibungslos und passt das Wetter, so sollten die Arbeiten innerhalb von ein, zwei Tagen abgeschlossen sein. Mit seiner siebenten Sendeanlage wird das Freie Radio auf 89,6 MHz am Wolfgangsee zu empfangen sein.

Einer der beiden Antennenausleger Schlosser Heli Lichtenegger

Vor dem Verzinken der Antennenausleger in Salzburg/Bergheim
01. August 2012
Nahezu vierzehn Stunden hat die Montage der Sendeanlage gedauert. Wir haben damit begonnen einen Flaschenzug zu montieren, um sowohl die Antennenausleger als auch die drei Meter langen Antennen am Mast zu montieren. Wichtig war dabei die genaue Ausrichtung beider Antennen, um den Antennenmittelpunkt zu finden und Störungspotentiale zu vermeiden. Zudem wurde die ganze Verkabelung gelegt und die HF Komponenten (Endstufe und Steuersender) ins 19 Zoll Rack geschraubt.

19 Zoll Rack Antennenausleger Mastkletterer Schnuffi

Die Antennenausleger am Mast Beförderung der Kathrein Yagi Antennen
16. August
Gemeinsam mit unserem Techniker Marcus Diess haben wir die Sendeanlage auf 89,6 MHz heute in Betrieb genommen. Allerdings ist uns die 300 Watt Endstufe nach dem Einschalten abgeraucht - ein Lötfehler im Netzteil und damit ein Problem des Herstellers. Derzeit senden wir nur mit dem 30 Watt Steuersender und befinden uns daher im Testbetrieb. Das Signal ist gut und sauber, aber noch schwach und an gewissen Orten schwer zu empfangen. Kein Wunder wir senden bisweilen nur auf halber Leistung. Innerhalb der nächsten Woche sollten wir aber - sofern alles gut geht - in den Vollbetrieb wechseln!
Die Kabel brauchen Steckverbindungen Beim Einstellen des Steuersenders
28. August
Die Sendekomponenten aus dem Hause Rhode & Schwarz wurden dieses Mal bereits im Studio vorbereitet, weil in den Redaktionsräumen - im Gegensatz zum Container am Sendestandort - mehr Platz zur Verfügung steht. Und vorgesorgt ist vorgesorgt! Aufgrund der Tatsache, dass das Freie Radio sieben Sendeanlagen zu betreuen hat, liegen mittlerweile einige Ersatzgeräte umher. Also haben wir das Rack gleich doppelt ausgestattet: zweimal Endstufe, zweimal Steuersender, um abgesichtert zu sein.
Dennoch wartete auch in Strobl nocheinmal viel Arbeit auf uns. Wir haben die RDS Eingabe auf FR SKGT korrigiert und die Ausgangsleistung des Steuersender angehoben. Gemeinsam mit der Endstufe, welche nun auf zirka 50 Watt läuft, konnten wir schließlich in den Vollbetrieb wechseln! Nach und nach werden wir aber weiter an der Optimierung des Empfangs arbeiten.

Vorbereitung und Einstellung der Sendekomponenten im Studio

Werkzeugkasten 1 von 10 Werkzeugkasten 2 von 10

Signalmessungen im Container Letzte Verbesserungen am Steuersender
Fazit / Resümee
Privatsender (und Freie Radios sind solche) verfügen in der Regel über bedeutend weniger Leistung als öffentlich rechtliche Stationen wie z.Bsp. FM4 oder Ö1. Die geplante Signalverdichtung zwischen den beiden Frequenzen 100,2 MHz (Bad Ischl) und 89,6 MHz (Wolfgngsee) im Gebiet von Pfandl dürfte nur mithilfe eines guten Autoradios gelingen.
Im Kerngebiet, also in den Orten St. Gilgen, Abersee, Strobl und St. Wolfgang ist das Signal hingegen sehr gut und störungsfrei zu empfangen. Wir haben auch bereits sehr gute Rückmeldungen aus den umliegenden Ortschaften, wie z.Bsp. aus Radau, welches im Schatten des Bürglsteins liegt. Ausserdem kann das Signal mit dem Auto bis nach Fuschl mitgenommen werden.
Wichtig ist die Überprüfung des eigenen Radioempfängers zu Hause, ob beispielsweise die Antenne ausgefahren wurde, das Antennenkabel nach oben zeigt oder am Boden liegt, etc.... Die Empfänger_innen können somit selber einen Beitrag zum besseren Empfang ihres Signals leisten.
Dennoch wird ein Ansuchen auf Erhöhung der Ausgangsleistung von Seiten der Geschäftsleitung bereits in Erwägung gezogen. Über Rückmeldungen zur Signalqualität freuen wir uns! Danke.
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