Oral History: LEBENSWEGE Bad Goisern – Hörbilder 2011

Zeitgeschichte einmal anders. Wer bildet das Erinnerungsvermögen eines Ortes? Wohl jene Menschen, die in diesem Ort leben und arbeiten und die Gemeinde entscheidend mitgeprägt haben! Dieses Mal erzählen Menschen aus Bad Goisern von ihren Lebenserinnerungen, von Ereignissen, Erlebnissen und Erfahrungen. Die dabei entstandenen Portraits können hier nachgehört werden.

 

 

engleitnerHermann Engleitner, geboren 1923 in St. Agatha 4, war 1971 bis 1983 Bürgermeister von Bad Goisern. Als Kind hat er noch die harten Zeiten der 30er Jahre erlebt, wurde mit 18 Jahren zur Wehrmacht einberufen, nach Russland geschickt, geriet in russische Gefangenschaft. 1946 kehrte Herr Engleitner nach Bad Goisern zurück, während seiner Tätigkeit im Elektrodenwerk in Steeg wurde er Betriebsratvorsitzender. Der nächste Weg führte in den Gemeinderat und schließlich zum Bürgermeisteramt. Hermann Engleitner hat noch sehr lebendige Erinnerungen an die Kriegszeit und seine Bürgermeisterlaufbahn.

 

 

 

LeopoldineTrausnerLeopoldine Trausner-Steinböck war lange Jahre Klausmeisterin und ist mit ihren 81 Jahren nach wie vor täglich aktive Pegelbeobachterin der Seeklause in Steeg am Hallstättersee.
Sie erzählt von ihrer schicksalhaften Kindheit, über ihre Ankunft in Bad Goisern, über die Mühen und Gefahren an der Seeklause und vor allem über ihre Freude daran.

 

 

 

 

Maria KunzeMaria Kunze, geboren 1932 in Obertraun, ist vielen Menschen begegnet im Gasthaus und der Fleischerei Kunze in Steeg. Maria Gamsjäger hat noch mit Schneerosen und Zapfen gespielt und war mit ihrer Puppe im Kotter unterwegs, ist als eines von nur zwei Mädchen in die Hauptschule gegangen und hat es als Maria Kunze auf bis zu 1000 Leberknödel am Tag in ihrer Küche gebracht. Wie sie vom verwöhnten ‚Oanaling‘ zur patenten Wirtin wurde, ist eine Geschichte aus noch anderen Zeiten.

 

 

 

 

Ernst ReisenbüchlerErnst Reisenbüchler, geboren 1930 in Lasern, schweift zurück in die Zeit der Volksschule, zu seiner Lehre als Förster, seiner Arbeit als Sprengmeister. Ihm ist es etwa zu verdanken, dass heute ein Höhenweg die Ewige Wand in Goisern quert. Ein Streifzug durch sein sehr naturverbundenes Leben.