ZEITSPRÜNGE in Bad Ischl

Sie führen Gäste durch die Stadt, kennen jeden Winkel und wissen was hinter so mancher Türe einst geschehen ist – die Salzkammergut-Guides in Bad Ischl. Für die Sendereihe Zeitsprünge haben sie Orte und Objekte ausgewählt, erklären deren Geschichte und wissen die eine oder andere Anekdote dazu.

 

Luzia Gamsjäger, Helga Peer und Katharina Steinkogler zeigen den Ohren:
Lauffen : Lehártheater : Robinsonvilla : Bauerpark : Stadtfriedhof

 

 

Zeitsprünge 1: Lauffen (Luzia Gamsjäger) – 28. Jänner 12 Uhr
WH 31. Jänner 12.30 Uhr & 8. Jänner 8.30 Uhr
Zeitsprünge 2: Lehártheater (Katharina Steinkogler) 11. Februar 12 Uhr
WH 14. Februar 12.30 Uhr & 22. Februar 8.30 Uhr
Zeitsprünge 3: Robinsonvilla (Luzia Gamsjäger) 25. Februar 12 Uhr
WH 28. Februar 12.30 Uhr & 8. März 8.30 Uhr
Zeitsprünge 4: Bauerpark (Helga Peer) 11. März 12 Uhr
WH 14. März 12.30 Uhr & 22. März 8.30 Uhr
Zeitsprünge 5: Stadtfriedhof (Luzia Gamsjäger) 25. März 12 Uhr
WH 28. März 12.30 Uhr & 5. April 8.30 Uhr


Sonntag, 28. Jänner, 12 Uhr: Durch Lauffen mit Luzia Gamsjäger
WH Mittwoch, 31. Jänner, 12.30 Uhr & Donnerstag, 8. Februar, 8.30 Uhr

Lauffen gilt als der älteste Markt im Skgt. Markterhebung bereits Ende des 13. Jahrhunderts. Ursache für die frühe Marktgründung war wohl der Salz- und Eisenhandhandel und die strategisch bedeutende Lage am Wilden Lauffen, der ein gewaltiges Hindernis für den Salztransport war.

Der Ort wurde planmäßig angelegt. Die ehemaligen Salzfertigerhäuser lassen sich in vielen Fällen bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen. Von besonderer Bedeutung waren der „Sitz an der Winden“, später als Bräuhaus bekannt und die ehemalige „Atzmannsdorferische Fertigung“, heute vor allem als Marktrichterhaus bekannt.

Die Wallfahrtskirche „Maria im Schatten“ wurde 1344 erstmal urkundlich erwähnt und ist auch heute noch ein beliebtes Pilgerziel. Die künstlerisch bemerkenswerte Plastik der Gottesmutter mit dem Kind im Arm ist ein spätgotisches Meisterwerk aus der Zeit um 1400.

Die Kirche wurde auch von Mitgliedern des Kaiserhauses regelmäßig besucht. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der „Kaiserstein“ bei der Traunbrücke. Er erinnert an Kaiser Ferdinands Morgenspaziergänge von Ischl nach Lauffen.


Sonntag, 11. Februar, 12 Uhr: Ins Lehártheater mit Katharina Steinkogler
WH Mittwoch, 14. Februar, 12.30 Uhr & Donnerstag, 22. Februar, 8.30 Uhr

Das Ischler Hoftheater war im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert eine der bekanntesten und glanzvollsten Bühnen der Habsburgermonarchie. Bereits 1827 wurde das Theater zur Unterhaltung der illustren Sommergäste erbaut. Besonders die Anwesenheit von Kaiser Franz Josef und der Hofgesellschaft war für die führenden Künstler jener Zeit die Motivation, im kleinen aber mondänen Ischl Sommergastspiele zu geben.

Die Liste berühmter Namen reicht von Johann Nestroy über Johann Strauß (Sohn), Alexander Girardi, Helene Odilon, Katharina Schratt und Hansi Niese, Maria Jeritza, Richard Tauber, Alexander Moissi, Betty Fischer, Louise Kartousch und nicht zu vergessen Franz Lehár. Ihm zu Ehren wurde das Theater 1940 umbenannt und trägt seither den Namen des großen Operettenkomponisten: Lehártheater.

Als nach dem Ende der Monarchie ein Großteil des bisherigen Publikums nicht mehr nach Ischl kam, begann auch für das Hoftheater eine neue Ära: 1921 fand die erste Filmvorführung statt. Als „Lehár Filmtheater“ ist es heute vor allem Kino, und doch ist es immer wieder Schauplatz für Konzerte, Theatervorstellungen, Lesungen, Kabarett und dergleichen. Aus dem Ischler Kulturleben ist „das Lehár“ seit über 190 Jahren nicht mehr wegzudenken.


Sonntag, 25. Februar, 12 Uhr: Zur Robinsonvilla in Haiden mit Luzia Gamsjäger und Rudi Lemberger
WH Mittwoch, 28. Februar 12.30 Uhr & Donnerstag, 8. März 8.30 Uhr

Der Haidenhof stand im Mittelpunkt des Ischler Gesellschaftslebens. Große Persönlichkeiten, welche sich in der „Operettenbörse Bad Ischl“ aufhielten, gingen hier aus und ein.
Errichtet wurde das Gebäude in den 1870er-Jahren von einer Ischler Kaufmannsfamilie.  Früher soll sich dort eine Poststation befunden haben. 
1931 kamen die Sängerin Gertrud Lackenbach-Robinson (Trude Lieske) und der Künstler und Musikverleger Armin L. Robinson erneut nach Bad Ischl und erwarben das Anwesen samt einem angrenzenden Grundstück. Das Gebäude wurde erweitert und umgebaut. Ein Teil des Grundstückes wurde parkähnlich gestaltet. Zu den treuesten Gästen des Hauses gehörten z. B. Oscar Straus, Emmerich Kálmán und Max Tauber. 
Der Verleger, Librettist und Musiker Armin Lackenbach  Robinson (geboren in Wien) starb am 12. 9. 1985 im Alter von 84 Jahren. Trude Robinson (Lieske), geboren in Berlin, starb am 15. 1. 1991. Sie war eine bedeutende Sängerin (auch Schaupielerin) und trat auf vielen großen Bühnen auf.
Das Grab des Ehepaares befindet sich auf dem Ischler Friedhof. 
Das kinderlose Ehepaar vermachte die Robinsonvilla der Stadtgemeinde Bad Ischl.


Sonntag, 11. März, 12 Uhr: In den Bauerpark mit Helga Peer
WH Mittwoch, 14. März 12.30 Uhr & Donnerstag, 22. März 8.30 Uhr

Das Bauerparkgelände lässt nicht vermuten, dass hier in der Blütezeit von Ischl das schönste Hotel des Salzkammergutes gestanden hat.
Das Hotel Bauer kann auf eine aufregende Geschichte zurückschauen. Hochkarätige Gäste sind hier abgestiegen. Komfort und Service waren groß geschrieben, die großzügige Parkanlage mit Tennisplätzen und Spazierwegen wurde sehr geschätzt. Interessant waren auch die baulichen Tätigkeiten. Eine Sensation bedeutete der Einbau des 1. Panoramafensters im Jahr 1933.
Das Ende der Monarchie, die schwere Zeit nach dem 1. Weltkrieg und die 30er Jahre haben das Haus in große Turbulenzen gebracht. Finanzielle Probleme erforderten mehrere Besitzerwechsel und so musste der Hotelbetrieb im Jahr 1940 eingestellt werden.


Sonntag, 25. März, 12 Uhr: Am Ischler Friedhof mit Luzia Gamsjäger
WH Mittwoch, 28. März 12.30 Uhr & Donnerstag, 5. April 8.30 Uhr
 
Der Friedhof von Bad Ischl wurde von Hilde Spiel  gar als „einer der schönsten Friedhöfe der Welt bezeichnet“. Auf ihren eigenen Wunsch wurde sie hier auch bestattet. Am Ischler Friedhof wurde neben den Einheimischen auch eine Reihe von prominenten Persönlichkeiten bestattet: Adelige, Wissenschaftler, Künstler, Politiker, verdiente Pfarrherren usw. Viele der auf dem Ischler Friedhof Begrabenen waren Sommerfrischler, welche diesen Friedhof als ihre letzte Ruhestätte auserwählt hatten. 
Besonders ans Herz gelegt sei den Hörern der Ischler Friedhofsführer, welcher vom Ischler Heimatverein in erweiterter Form neu aufgelegt wurde, nachdem der Führer von Friedrich Wiener schon lange nicht mehr erhältlich war. Parallel zum Buch findet man die Daten der Prominenten und ihrer Gräber auch im Internet. QR-Codes an ausgewählten Gräbern bieten die Möglichkeit, sich vom Grab aus im Internet über die bestatteten Persönlichkeiten zu informieren. Weitere interessante Infomationen finden sich auf der Seite des Vereines „Zur Erinnerung“
http://www.zurerinnerung.at/badischl