Der Widerhall Woche 46

johannes-aldrianDie Katrin Seilbahn schafft den Turnaround!

Während andere übers Zusperren diskutieren und im Konzert der großen Seilbahnbetrieb aufgerieben werden, hat die Bad Ischler Katrin Seilbahn den Turnaround geschafft und sich eine Nische geschaffen.

Im Gespräch erzählt Johannes Aldrian, der Geschäftsführer der Bahn, von kleinen Entwicklungsschritten und kontinuierlich verbesserten Betriebsergebnissen. Dabei finden auch die Entwicklungen rund um die Postalm in Strobl, den Loser in Altausse und die schwachen Wintersaisonen im Allgemeinen Erwähnung. Ein Gespräch über Regionalentwicklung und Tourismus.

 

Begegnung mit dem Zeitzeugen Heinz Kounioheinz-kounio

Die Beschäftigung mit Zeitgeschichte und das Erinnern an die Gräuel der Naziherrschaft ist – so muß man es leider sagen –  heute wichtiger denn je. Denn am Beginn von Unrechtsregimnen und Unmenschlichkeit steht meist der Verlust von Minderheitenrechten, und demokratischen Grundrechten.

Diktaturen sind längst nicht überwunden und die aktuellen politischen Verhältnisse wie etwa in der Türkei oder auch in Ländern Europas lassen nichts Gutes erahnen. Dazu ein verstörender Wahlausgang in den USA. Vor diesem Hintergrund sind die Stimmen, und die letzten Zeugen des Unfassbaren zu verorten.

Vergangene Woche war im Zeitgeschichtemuseum Ebensee einer der letzten griechischen  Überlebenden des Holocausts, Heinz Kounio zu Gast und stellte seine nun auch auf deutsch erschienene Autobiographie „Ein Liter Suppe und 60 Gramm Brot“ vor. Seine Rede im vollbesetzten Saal war sehr bewegend und bedrückend. Er wurde als 15-jähriger zusammen mit all seinen Familienmitgliedern von den deutschen Besatzern inhaftiert und unter entsetzlichen Bedingungen ins Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. 23 Mitglieder seiner Familie wurden gleich nach der Ankunft in Birkenau ermordet.

Er selbst arbeitete unter unvorstellbaren Lebensbedingungen 27 Monate lang als Zwangsarbeiter in diesem und weiteren Lagern. Im Mai 1945 wird Heinz Kounio von US-amerikanischen Truppen in Ebensee befreit. In einem Ausschnitt aus seiner Rede erzählt er über seine Zeit im Konzentrationslager Ebensee und seine Befreiung. Im Anschließenden Interview spricht der für seine Erinnerungs- und Versöhnungsarbeit vielfach ausgezeichntete Kounio über die Beweggründe, die ihn zum Schreiben gebracht haben und warum er trotz allem keinen Hass verspürt.

Foto: Nina Höllinger

„Ein Liter Suppe und 60 Gramm Brot. Das Tagebuch des Gefangenen 109565“ ist im Hentrich & Hentrich Verlag erschienen. Die nächsten Veranstaltungen im Zeitgeschichtemuseum Ebensee: http://www.memorial-ebensee.at