Hinterberger Sprechzimmer

Menschen haben immer etwas zu erzählen. Das möchte hörbar und erlebbar gemacht werden. Menschen die ihr Leben bewusst und lebendig gestalten wollen, und dieses Erleben mit anderen teilen möchten. Menschen die was zu sagen haben und etwas bewegen wollen in dieser Welt. Menschen wie Du und ich.

Es sind die Gefühle, Emotionen und Gedanken die sowohl mit Worten als auch mit den musikalischen Lieblingsstücken bei Heimo Kowatsch im „Hinterberger Sprechzimmer“ ausgedrückt werden wollen.

Motto der Sendung:
Ein weiser Mann sah einst einen Spatz auf dem Boden liegen, der die Füsse gegen den Himmel
Gerichtet hatte. „Was tust du da?“, fragte er ihn. „Ich habe gehört, der Himmel soll herunterfallen“,
antwortete der Spatz. „Was kannst du kleiner Vogel schon dagegen ausrichten?“, fragte
der Weise weiter. „Nun“, sagte der Spatz, „man tut, was man kann.“


Hinterberger Sprechzimmer – 10. August 2018, 11 bis 13 Uhr

+ Was ist ein gutes Leben und wie kann ein solches – ganz pragmatisch – in einer komplexen Lebensgemeinschaft von rund 60 Menschen und bald mehr – gelingen ?

+ Und wie kann ein solches Leben im Alltag in Verbundenheit – trotz oder genau wegen unterschiedlicher Meinungen und Bedürfnisse gut gelebt werden ?

+ Und wie geht man mit diesen und vielen anderen Herausforderungen des Alltages – jenseits aller Träume, Visionen und konkreten Zielen am besten um – und was und wer steckt eigentlich hinter dieser Geschichte ?

Das möchte heute das Hinterberger Sprechzimmer erzählen – das für eine Woche in Fehring, im Ökodorfprojekt „Cambium – Leben in Gemeinschaft“ zu Gast war. Hier die  Geschichte einer Vision – die gerade dabei ist – Wirklichkeit zu werden.


Hinterberger Sprechzimmer – 13. Juli 2018, 11 bis 13 Uhr:

Christine Leimer, geboren 1975 – lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern in Bad Ischl lebt.

Sie sagt: „Die wenigsten von uns haben gelernt, authentisch und klar zu kommunizieren. Die meisten Menschen haben ihr Kommunikationsverhalten unbewusst von ihrer Umgebung adaptiert. Durch neue Erfahrungen können wir uns wandeln, verständnisvoller kommunizieren und dadurch unser Leben vielleicht ein wenig anders und besser gestalten.“

Auf einem Bauernhof gemeinsam mit 3 Brüdern aufgewachsen, faszinierte sie schon als Kind der Austausch unter Erwachsenen, vor allem das Nichtsprachliche. Heute arbeitet sie als Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester Teilzeit in einer Facharztpraxis und bietet – Kommunikationstrainings an. In diesen Trainings erfährt man z.B. die Unterschiede die es in der Mann-Frau-Kommunikation gibt und kann so – praxisorientiert – Methoden trainieren, die das Konfliktpotential in den eigenen Beziehungen minimiert.

 


Ethisch gutes Handeln und Leben verlangt nicht den perfekten Menschen, der immer alles richtig macht, sondern es verlangt die Intention, das eigene Leben in eine sinnvolle Richtung zu stellen. Das eigene und fremde Handeln zu reflektieren und gleichzeitig kritisch zu durchleuchten. Ethische Praxis muss sich selbst, den einzelnen Mitmenschen, die Gesamtheit der Menschen und die Ökologie ausgewogen-sanft in den Blick nehmen – ohne dabei verurteilend rechthaberisch den Zeigefinger  zu erheben.

Severin Renoldner – Theologe und Philosoph – er war Mitbegründer der Grün-Alternativen in Österreich 1982 und Abgeordneter im österr. Nationalrat von 1991 – 1996 – und – er ist jetzt Lehrbeauftragter und Professor an der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz. Er lehrt und forscht primär in Moraltheologie, Sozialethik und politischer Bildung – er ist zu Gast im Hinterberger Sprechzimmer.

Er spricht über so vielfältige Themenbereiche wie über Theologie und Ethik im allgemeinen, weiters u.a. über Macht und deren Missbrauch, über Verantwortung und Gerechtigkeit in Politik und Gesellschaft – und über das „Gute und Böse“ auf dieser Welt. Über das Erahnen und Entstehen von Glauben, Wissen und scheinbaren Wahrheiten, über Ökologie, Neoliberalismus, Kapitalismus und Demokratie – uvm.

Für ihn ist moderner Rechtspopulismus ein „klassischer Fall von Dummheit“ und gleichzeitig eine plumpe Form der Verführung durch simple, oberflächliche Scheinerklärung von komplexen Zusammenhängen.

Aus überparteilicher Perspektive gibt er als ehemaliges Gründungsmitglied der österreichischen grünen Bewegung – an der Seite von Freda Meißner-Blau in den 1980iger Jahren – seinen Befund über die aktuelle politische Situation „seiner“ ehemaligen Partei ab.

Sein persönlicher Leitspruch: „Der Weg ist das Ziel“ (Mahatma Gandhi)


Im Hinterberger Sprechzimmer zu Gast ist Kurt Kotrschal, er ist Professor für Verhaltensbiologie und Zoologie an der Universität Wien und Mitbegründer des Wolfsforschungszentrums (WSC) in Ernstbrunn. Im Gespräch mit Heimo Kowatsch geht er im speziellen auf das Verhältnis Mensch-Tier-Hund-Wolf und seine Jahrtausende alte, gemeinsame Geschichte ein. Er spricht über den frühen Menschen als Animisten und Schamanen, für den der Wolf ein Mittler in die Welt der Geister war – und als Kontrapunkt dazu – über die durchpsychologisierte Welt von heute. Er sagt, das es unpassend ist, Hunde als Tiere zu bezeichnen“ und er wurde bekannt für seine Aussage: „Hunde sind kluge Gefühlsmenschen“ – und er meint, das Hunde genau jene Wölfe sind, mit denen wir leben können und wollen.

Als „Witz“ bezeichnet er die derzeitigen Versuche verschiedenster Interessensgruppen, den Wolf in Österreich einer Regulierung zu unterziehen – und untermauert seine Sichtweise mit erstaunlichen Fakten.

Seit 1990 leitet er als Nachfolger von Konrad Lorenz die Konrad Lorenz Forschungsstelle in Grünau im Almtal in Öberösterreich und wird, wie er selbst sagt, in naher Zukunft, „in Pension geschickt“. Er will weiterhin wissenschaftlich arbeiten, aber lt. eigener Aussage “ versuchen, nicht im Weg herumzustehen“… Kurt Kotrschal – einer von jenen „grauhaarigen Älteren mit denen es nicht so einfach ist“ (zitiert).
Freitag, 9. März, 11 bis 13 Uhr


Zu Gast im Hinterberger Sprechzimmer am 9. Februar von 11 bis 13 Uhr ist Beatrice Kraus (www.herztanz.at) – sie ist Tanzcoach und ausgebildete Open Floor Lehrerin. Mit Wurzeln im Theater und im Tanz inspiriert sie Menschen zu einem spielerischen und heilenden Ausdruck der eigenen Gefühle. Durch die Ausbildung als Traumapädagogin, und ihrem Background im Schamanismus bringt sie ein einfühlsames und tiefes Verständnis in die Gruppen, die sie leitet.  Sie spricht heute mit Heimo Kowatsch ua. darüber, was aus ihrer Sicht Körperwahrnehmung mit Selbstvertrauen und Selbstbewußtsein zu tun hat, über den heilsamen Aspekt von Tanzritualen, über Widerstände und Beschränkungen im Denken und wie man diesen durch den Tanz begegnen kann, das Tanzen Glückshormone produziert und wie sich das auf die Gesundheit im Allgemeinen auswirken kann. Reichhaltige musikalische Unterstützung kommt ua. von Kaz Hawkins, Trevor Hall, Massive Attack, Bob Marley&The Wailers, Hang Massive, Ludovico Einaudi uvm.
Wh.: am Montag, 12. Februar, 21 bis 23 Uhr


Die erste Staffel (12 Sendungen) lief von Oktober 2015 bis November 2016 im FRS – jeden ersten Samstag im Monat von 16 – 18 Uhr.
Weiter geht die Reise am 30.12.2017 auf dem Freien Radio Salzkammergut um 16:00 Uhr und
am 07.01.2018 um 10 Uhr im Simalhof.
https://heimokowatsch.jimdo.com/radiosachen/das-hinterbergr-sprechzimmer/das-hinterbergr-sprechzimmer-2017-2018/