VOR ORT

 

Am Freitag, den 20. September 2019 hat Christian Aichmayr mit Michael Lindenbauer aus Ebensee von JETZT ein Gespräch geführt, um ihm einige Fragen zur Kandidatur der Liste JETZT zur Nationalratswahl am 29. September 2019 zu stellen.

Michael Lindenbauer selbst kandidiert auf Platz 24 des Bundeswahlvorschlages und auf Platz 3 des Landeswahlkreises in Oberösterreich und auf Platz 1 des Regionalwahlkreises Traunviertel für JETZT.

 

 

 

 

Internationaler Kinder- und Jugendbuchwettbewerb der Stadtgemeinde Schwanenstadt – VOR ORT 117
 
In Vor Ort 117 spricht Christian Aichmayr mit seinem Bruder, Prof. Mag. Dr. Michael Aichmayr, dem langjährigen Leiter und Organisator des seit 17 Jahren in Schwanenstadt stattfindenden Internationalen Kinder- und Jugendbuchwettbewerbes „Auf Schmetterlings- und Schwanenflügeln“, sowie mit den heurigen Gewinnerinnen, Maria Tropper und Helena Trauner, die mit ihrem Buch „Das Rätsel der Lichtung“ die internationale Jury überzeugen konnten.
 
Die Prämierung sämtlicher ausgewählter Preisträger findet am Samstag, den 21. September 2019 um 15.00 Uhr im Süßmayr-Saal der Landesmusikschule in Schwanenstadt statt. 

 

 

Im 116. VOR ORT Beitrag führt Christian Aichmayr mit Dr. Martin Gollner, dem Obmann der OÖ. Bürgerlisten ein Gespräch.

Aktuell sind in Oberösterreich 63 Bürgerlisten in diversen oberösterreichischen Gemeinden vertreten. In die Gemeindepolitik bringen sich somit nicht nur etablierte Parteien ein, sondern auch immer wieder engagierte BürgerInnen und Bürger, die mit der Gründung einer Bürgerliste mit ihren eigenen Ideen, Zugängen und Überlegungen in der Gestaltung und Entwicklung ihrer Gemeinde mitwirken wollen.

Bislang waren diese Bürgerlisten meist stark auf sich alleine gestellt – nunmehr gibt es eine Etablierung in Form eines bundeslandweiten Zusammenschlusses – bislang haben sich dazu 22 OÖ. Bürgerlisten zusammengetan und auch bereits eine Vorstandswahl abgehalten.

Im Gespräch ging es vor allem um das bisherige Geschehen und die weiteren Ziele der landesweiten Vernetzung der OÖ. Bürgerlisten …

Die drei Musiktitel die im Rahmen des Beitrages zu hören sind, sind wahrscheinlich dem Großteil der Hörerinnen und Hörer bekannt, sie stammen von der legendären Liverpooler Formation “The Beatles” die von 1960 – 1970 gemeinsam aktiv waren.

 

Boys Day 2019 – Berufsmöglichkeiten für junge Männer in frauendominierten Berufen – VOR ORT 114   

 Am 14.11.2019 findet österreichweit zum 12.ten Mal der Aktionstag für junge Männer, der „Boys‘ Day“ statt. Ziel des Sozialministeriums ist es dabei, jungen Männern ab dem 12. Lebensjahr Berufe vorzustellen, die sehr stark weiblich dominiert sind. Das sind z. B. Sozial-, Erziehungs-, Gesundheits- oder Pflegeberufe. Dabei soll auch das gängige Männerbild hinterfragt und bewusst erweitert werden. In Oberösterreich haben in diesem Jahr wieder zahlreiche Einrichtungen ihre Türen geöffnet, um Burschen ihr Berufsfeld und ihren Tätigkeitsbereich vorzustellen. Junge Burschen sollen dabei durch Gespräche mit Männern und Frauen aus Sozialberufen für „männeruntypische“ Berufe interessiert und begeistert werden. 

In Oberösterreich koordiniert DSA Judy Salamon diesen Aktionstag. Ich habe habe mit ihr und ihrer Mitarbeiterin Stefanie Schmalzer sowie Mag. Christian Peinbauer, dem Direktor der Krankenpflegeschulen in Freistadt, Rohrbach und Schärding ein Interview geführt.

Interessierte junge Männer wie auch interessierte Einrichtungen, Organisationen und Institutionen können sich hier kundig machen:

DSA Judy Salamon, Projektleiterin, 4020 Linz, Wiener Straße 221-223, Tel. 0664 60177 3791, mail: judy.salamon@itworks.co.at

 

 

 

 

 

 

In meinem 113. VOR ORT-Beitrag spreche ich mit dem Publizisten und Autor Norbert Blaichinger über sein aktuelles Buch „Über Sterben und Tod“.

Mit diesem Buch möchte er das Tabu des Schweigens der Gesellschaft zu diesen Themen aufbrechen. Es kommen Experten wie Mediziner und Hospiz-Betreuer zu Wort, er führt darin auch Interviews mit katholischen und evangelischen Theologen. Weitere Themen sind Todesnähe-Erfahrungen, Sterbehilfe und Suizid.

Sein Resumee: Sterben und Tod gehören zum Menschen wie Geburt und Leben! Es ist ein Thema, das uns alle – den einen früher, den anderen später – betrifft!

„Über Sterben und Tod“ von Norbert Blaichinger ist in der Edition Irrsee erschienen und im guten Buchhandel erhältlich.  Die ISBN Nummer ist 978-3-903154-67-4.

Die beiden Musiktitel die im Rahmen des Beitrages zu hören waren, stammen von der australischen Formation Dead Can Dance.

 

Fremdmaterial in Sterben und Tod – Blaichinger

Sea Borne by Dead Can Dance ©

The Innovacation by Dead Can Dance ©

 

 

 

Im 110. VOR ORT Beitrag, hat Christian Aichmayr die Gelegenheit wahrgenommen, mit dem Wirtschaftforscher und Universitätsdozenten Dr. Stephan Schulmeister, der von 1972 bis 2012 als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim österreichischen Wirtschaftsforschungsinstitut tätig war, ein Gespräch zu führen.

Getroffen haben sie sich bei einem Vortrag von ihm am 23.04.2019 im Veranstaltungszentrum Oberndorf bei Schwanenstadt, den er im Rahmen einer Veranstaltung des Vereines WI(e)SO (= Wirtschaft und Soziales) zum Thema „Wie wird es weitergehen in Europa und Österreich?“ gehalten hat. Dabei führte er aus, was nach seinen Überlegungen zu tun wäre, damit eine Kursänderung stattfinden kann, um die gegenwärtige Krise nicht noch weiter zu verschärfen.

Schulmeister übt in seinen zahlreichen Publikationen unter anderem eine dezidierte Kritik am Neoliberalismus – den er als „Marktreligiosität“ bezeichnet – und fordert Alternativvorschläge wie einen gesamteuropäischen New Deal. Von ihm gibt es zahlreiche Publikationen, für sein aktuell letztes Buch „Der Weg zur Prosperität“ , welches 2018 erschienen ist, hat er den Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch – Sonderpreis Arbeitswelten – erhalten.

Der gesamte Vortrag wurde mit seiner Erlaubnis auch mitgeschnitten, zu finden ist dieser unter VOR ORT 110a: https://cba.fro.at/404733

 

 

 

Bernhard EDER – Ein Musikerportrait – Mai 2019 –  VOR ORT 111   
Im 111. VOR ORT Beitrag führe ich mit dem österreichischen Songwriter und Musiker Bernhard Eder ein Gespräch über seine musikalische Entwicklung und eben auch darüber, wie man als Künstler in Zeiten von Streaming-Diensten und Downloads „überleben“ kann.
Bernhard Eder ist einer jener österreichischen Musiker, die mich von ihrem künstlerischen Output her, wirklich interessieren und den ich schon die letzten Jahre auf meinem Radar hatte.
Entdeckt habe ich ihn erst relativ spät, nämlich erst mit seiner 2015er CD „Nonsleeper“, bei der ich für mich einige wirklich angenehme mir ins Ohr gehenden Nummern ausgemacht habe. Und dann habe ich halt so weiteres Material von ihm gehört und ihn am 04.12.2015 im Kino Ebensee im Vorprogramm von Scott Matthew erlebt.
Etwas später haben wir uns dann auf Facebook befreundet und auf diesem Weg habe ich  auch immer  mitbekommen, was denn bei ihm gerade läuft – und zuletzt habe ich einfach bei ihm nachgefragt, ob er Lust hat, mit mir ein Interview für meine Sendung VOR ORT zu machen.

Und so kam es, dass ich ihn am Karsamstag bei seinem Osteraufenthalt bei seiner Mutter und bei seiner Schwester in seine Heimatort Geboltskirchen besucht habe und ihm einige Fragen stellen konnte … just zu einem Zeitpunkt, als gerade seine neueste CD „Reset“ veröffentlicht wurde.
In der aktuellen 2019er-Mai-Ausgabe des Rolling Stone schreibt der Musikjournalist Max Gösche über „Reset“: Wunderbare elektronische Oden des österreichischen Songwriters: Bernhard Eder vereint zwei scheinbar unvereinbare Merkmale: Konsistenz und Abwechslungsreichtum. Auf „Reset“ verabschiedet er sich noch mehr von den Folk Preziosen seiner ersten Alben und entwirft elektronisch atmosphärische Stücke … Eders somnambule Popkunst erinnert an Low, John Southworth und die späten Kautrock getriebenen Tindersticks. Es ist eine Musik, die das Transzendentale ohne große avantgardistische Kraftanstrengungen findet.

Fremdmaterial in Bernhard Eder.VORORT.111
Aliens Pixelated (Radio Edit) by Bernhard Eder ©
Unexpected by Bernhard Eder ©
Turn On by Berhard Eder ©
Bird Away by Bernhard Eder ©
Hell by Bernhard Eder ©

Im Gespräch mit Thomas Erlach, Spitzenkandidat Gewerkschaftlicher Linksblock, AK Wahl 2019 – VOR ORT 107   

Im 107. VOR-ORT Beitrag hat Christian Aichmayr mit Thomas Erlach, der als  Spitzenkandidat für den Gewerkschaftlichen Llinksblock für die Wahl der Arbeiterkammer-Vollversammlung in Oberöstereich kandidiert, ein Gepräch geführt. Die AK-Wahl findet vom 19. März 2019 bis 01. April 2019 statt.

Der Gewerkschaftliche Linksblock ist seit der letzten Wahl im Jahr 2014 wieder in der 110-köpfigen AK-Vollversammlung mit einem Mandat vertreten, welches aktuell durch Thomas Erlach persönlich besetzt ist.

Wie im Beitrag an den Hintergrundgeräuschen zu hören ist, wurde das Gespräch in einem Café geführt.

Fremdmaterial in Thomas Erlach

Waiting by Les Thugs ©
Bring It Down by Redskins ©
Strike by Les Thugs ©

 

In Erinnerung an Martin Habacher – „Mabacher Ungebrochen“ – VOR ORT 104   

 

Christian Aichmayr widmet seinen 104. VOR ORT Beitrag, Martin Habacher, Socia Media-Berater, Blogger und You-Tuber, der sich als ganz entschieden für die Gleichstellung und Gleichbehandlung von Menschen mit Beeinträchtigungen eingesetzt hat – und der im Alter von nur 41 Jahren am 20. Jänner 2019 gestorben ist.

Der  Film „Mabacher Ungebrochen“, der ein Portrait von Martin zeigt, läuft eben in den österreichischen Kinos an. Erstmals wurde er bereits am 26.04.2017 im Rahmen des 14. Crossing Europe Filmfestivals in Linz  vorgeführt. Christian Aichmayr hat damals mit Martin sowie dem Regisseur Stefan Wolner und dem Filmmusikkomponisten Victor Gangl ein 13- minütiges Interview für Radio FRO geführt, welches im Rahmen des Beitrages nun nochmals vorgestellt wird.

Sondervorstellungen „Mabacher Ungebrochen“ in Anwesenheit des Regisseurs Stefan Wolner:

  • 02. WIEN / Filmcasino (Premiere)
  • 02. LINZ / Moviemento
  • 02. INNSBRUCK / Leokino
  • 02. GRAZ / Rechbauerkino
  • 02. ST. PÖLTEN / Cinema Paradiso
  • 02. WIEN / Schikaneder
  • 03. KREMS / Kino im Kesselhaus
  • 03 – 23.03. DORNBIRN / im Rahmen des Human Vision Film Festivals

Weitere Termine auf: www.mabacherfilm.at

 

 

Fremdmaterial in Martin Habacher

Transit Of Venus by Louis Tillett ©

Prayer Before Dawn by Louis Tillett ©

Don’t Go Gentle Into That Good Night by Louis Tillett ©

 

Im Gespräch mit dem Welser Stadtschreiber Stefan Kutzenberger – VOR ORT 103
Der 1971 in Linz geborene und in Wien lebende Literaturwissenschaftler und Autor Stefan Kutzenberger ist seit 01. Dezember 2018 für den Zeitraum von drei Monaten Stadtschreiber der Stadt Wels. Im  Februar unterbricht er diese Tätigkeit und begibt sich nach Indonesien, um dann im März sein drittes Monat in Wels zu absolvieren. Im Jahr 2018 lieferte er seinen Roman-Erstling „Friedinger“ ab, der im renommierten Deuticke-Verlag erschienen ist.

Christian Aichmayr hat ihn zu einem Gespräch eingeladen und dabei einen offenen, denkenden und auch humorvollen Menschen kennengelernt, zu dem sich rasch ein Zugang eröffnet.

 

Christian Aichmayr hat mit Mag. Stefan Hindinger, der im Herbst 2018 nach 15jähriger Tätigkeit als Stadtrat der Grünen in Vöcklabruck seine Funktion an Sonja Pickard-Kröpfel übergeben hat, ein Gespräch geführt. In diesem schildert er rückblickend seine Erfahrungen und Erkenntnisse die er im Rahmen seiner politischen Arbeit in dieser Funktion gemacht hat. Das politische Parkett hat Stefan Hindinger noch nicht verlassen – Im Vöcklabrucker Gemeinderat ist er weiterhin vertreten. Generell sind die Vöcklabrucker Grünen aber bemüht, für die nächste Gemeinderatswahl im Jahr 2021 ein neues Team aufzustellen.

Das Unabhängige Landesfreiwilligenzentrum OÖ. (in der Kurzform ULF genannt) feiert dieser Tage gerade sein 10jähriges Bestehen.

Wenn es um freiwilliges Engagement in Oberösterreich geht, ist das ULF die Plattform und die Drehscheibe für jegliche Informationen in diesem Bereich. Als Ziel wird u. a. formuliert, Menschen aller Altersgruppen zu motivieren, freiwillig tätig zu sein. Der Zugang zum ULF steht daher auch allen interessierten Menschen offen.

Das ULF ist eine Initiative des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz sowie des Sozialressorts des Landes Oberösterreich und arbeitet eng mit gemeinnützigen Organisationen und Vereinen zusammen.

Der 5. Dezember ist der Internationale Tag der Freiwilligen! Rund 3,5 Millionen Menschen oder 46% der über 15-Jährigen in Österreich sind Tag für Tag freiwillig und unentgeltlich aktiv. Sie unterstützen gemeinnützige Organisationen ehrenamtlich, engagieren sich in Vereinen oder helfen in der Nachbarschaft. Die Bewältigung von gesellschaftlichen Herausforderungen wie Katastrophenschutz, Flüchtlingshilfe, Kinderhilfe oder Altenbetreuung wäre ohne sie nicht denkbar.

Christian Aichmayr hat sich mit der Leiterin des ULF, Frau Mag. Sonnleitner zu einem Gespräch getroffen, in der sie neben der 10jährigen Entwicklungsgeschichte des Unabhängigen Landesfreiwilligenzentrums auch die vielseitigen Aufgaben, Tätigkeiten und Herausforderungen im Rahmen ihres Arbeitsalltages vorgestellt hat.

Die im Beitrag zu hörenden Musiknummern stammten von der norwegischen Formation „Band Of Gold“.

 

 

In der 99. Ausgabe von VOR ORT führt Christian Aichmayr ein Gespräch mit dem Psychotherapeuten Mag. Karl Scheuringer aus Rutzenham über diverse Themen im und zum Bereich der heutigen Psychotherapie.

So beträgt der maximale finanzielle Zuschuss seitens der OÖ. Gebietskrankenkasse für eine Psychotherapieeinheit bei einem niedergelassenen Psychotherapeuten aktuell € 28,–. Zu wenig – meint Karl Scheuringer – denn wenn finanziell schlecht gestellte Menschen in eine psychische Krisensituation geraten, ist eine Psychotherapie für sie kaum leistbar …

Die drei Titel, die im Rahmen des Beitrages zu hören waren, stammen vom britischen Musiker Kevin Coyne, der im Jahr 2004 im 61. Lebensjahr verstorben ist und der vor seiner Musikerkarriere Krankenpfleger in einer psychiatrischen Klinik in London war.

Fremdmaterial in Karl Scheuringer
Don’t Blame Mandy by Kevin Coyne ©
The World Is Full Of Fools by Kevin Coyne ©
Eastborne Ladies (Live) by Kevin Coyne ©

 

 

 

 

 

 

Das Arbeitslosengeld NEU wird nach derzeitigem Stand der Dinge im Jahr 2019 von der Bundesregierung eingeführt werden.

Geplant ist bei der Neuerung die degressive Gestaltung der Leistungshöhe des Arbeitslosengeldes mit klarem zeitlichen Verlauf und der Integration der Notstandshilfe – damit wird die Notstandshilfe, die derzeit etwa 160.000 Menschen in Österreich beziehen (davon sind 80 % österreichische Staatsbürger) de-facto abgeschafft.

Nach Ablauf des Arbeitslosengeldes würde dann die Mindestsicherung greifen – allerdings: Bevor man diese bekommt, müssen etwaige Ersparnisse aufgebraucht werden bis nur mehr 4.315,20 Euro (Wert für 2018) übrig sind. Bezieher einer Mindestsicherung sind auch nicht mehr pensionsversichert. Man erwirbt also keine weiteren Pensionsversicherungszeiten mehr.

Es wird also spannend: Grund genug für Christian Aichmayr, sich mit Mag. Josef Pürmayr, dem Geschäftsführer der Sozialplattform OÖ. zu treffen, um mit ihm ein Interview über die geplanten Veränderungen beim Arbeitslosengeld NEU zu führen.

Einige Tage nach dem Interview gab es zu dieser Thematik Berichte im Standard, welche neue Informationen lieferten: Das Sozialressort hat beim Wifo eine Studie in Auftrag gegeben und dafür auch einen „Modellvorschlag“ mitgeliefert. Dieser zeigt, in welche Richtung es gehen dürfte: Das niedrigste Arbeitslosengeld, für das man mindestens zwölf Versicherungsmonate vorweisen muss und das sechs Monate lang gewährt wird, sinkt demnach etwas – von 55 auf 50 Prozent des letzten Einkommens.

Danach steigt der Anspruch mit zunehmender Versicherungsdauer. Wer zumindest zehn Versicherungsjahre vorweisen kann, dürfte das Arbeitslosengeld länger als bisher beziehen, nämlich zwei Jahre statt einem. Auch die Höhe läge deutlich über dem aktuellen Anspruch, nämlich am Anfang bei 65 Prozent des Letzteinkommens. Danach würde die Nettoersatzrate alle sechs Monate um fünf Prozentpunkte sinken. Wer mehr als 15 Jahre eingezahlt hat und älter als 50 ist, dürfte laut dem Modell sogar unbegrenzt Arbeitslosengeld beziehen. Für diese Gruppe würde sich also gegenüber der Notstandshilfe wenig ändern.

Laut einem Wifo-Zwischenbericht hätten von den 356.000 Menschen, die im Jahr 2016 Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe bezogen, 121.000 keinen Anspruch auf das neue Arbeitslosengeld. 37.000 davon sind Menschen mit Behinderung. Diese Gruppe müsste künftig also die Mindestsicherung beantragen.Das Wifo hat auch Berechnungen der finanziellen Folgen angestellt. Demnach würden die Ausgaben für das Arbeitslosengeld um etwas mehr als eine Milliarde Euro sinken, umgekehrt würden die Ausgaben für die Mindestsicherung um knapp 900 Millionen steigen. Das ist insofern brisant, weil die Mindestsicherung von den Ländern bezahlt wird. Insgesamt würde sich die öffentliche Hand 185 Millionen Euro ersparen.

Weitere Ergebnisse: Frauen erhalten seltener einen höheren Leistungsbezug als Männer. Jugendliche erhalten besonders häufig keine oder eine geringe Leistung. Und ausländische Arbeitslose verlieren eher als inländische.

 

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Christian Aichmayr hat mit dem Grünen Landtagsabgeordneten Severin Mayr ein Interview über seine „Grias Di“ Tour geführt, bei der er im August 2018 mit den öffentlichen Verkehrsmitteln durch Oberösterreich gefahren ist. Sein Ziel war es, zu erleben, wie diese von den Fahrplänen her funktionieren und wie es sich anfühlt, mit ihnen unterwegs zu sein.

Bei seiner Tour ist er mit zahlreichen Menschen ins Gespräch gekommen und hat sich dabei über die unterschiedlichsten Befindlichkeiten ein Bild machen können. Wie er im Beitrag erzählt, hat er zahlreiche Rückmeldungen dabei bekommen, die ihm bescheinigt haben, dass es eher ungewöhnlich ist, dass sich ein Landespolitiker in dieser Form mit den Menschen an der Basis persönlichen Kontakt sucht.

 

Ansichten, Einsichten und Aussichten – Die Einladung zum gesellschaftspolitischen Diskurs – Ein Beitrag zur Meinungsvielfalt gestaltet von Christian Aichmayr – jeden 2. und 4. Freitag im Monat.

Als Christian Aichmayr im Frühjahr 2013 an der Donau-Universität Krems seine Ausbildung zum akademischen Supervisor und Coach abschloss, hatte er noch den Appell seines wissenschaftlichen Leiters der Ausbildung, Dr. mult. Hilarion Petzold im Ohr: „Als Supervisor haben Sie die Aufgabe, gesellschaftspolitische Entwicklungen wahrzunehmen, zu beobachten, zu analysieren, zu kommentieren und auch zu hinterfragen.

Das ist hinkünftig Ihre Verantwortung … nehmen sie diese bewusst wahr!“ Und er holte aus: „Publizieren Sie! Scheuen Sie das nicht! Es ist enorm wichtig, dass Sie ihre Stimme erheben, dass Sie Ihren Blick schärfen, dass Sie sich eine eigene und unabhängige Meinung bilden – und diese der Öffentlichkeit dann nicht vorenthalten!“

VOR ORT soll dazu dienen, Stimmen, Meinungen und Befindlichkeiten zu hören, welchen in sonstigen Medien meist wenig Platz eingeräumt wird. Die Form dazu ist unterschiedlich: Interviews, Buchrezensionen, Analysen, Essays – vieles ist möglich. VOR ORT lebt von Interesse und Neugier und will auch versuchen, sich „gesellschaftspolitischen Phänomenen“ aus unorthodoxem Blickwinkel zu nähern.

Ein Diskurs bejaht das Gegenüber, begegnet ihm/ihr wertschätzend. Und er ist nie „fertig“! Ein Beitrag zum Diskurs beinhaltet die bisherigen Erfahrungen, Informationen, Überlegungen, Rückschlüsse, Analysen und Zuweisungen. Um den Diskurs lebendig zu halten braucht es Reaktionen, andere Meinungen, neue Informationen. Dann kann das Bild wachsen, vollständiger werden und sich weiter entwickeln – möglicherweise in eine ganz andere Richtung als ursprünglich angenommen wurde.

Und als Metapher zur Sendung wird der Sufi-Mystiker Dschalāl ad-Dīn Muhammad ar-Rūmī erwähnt, der vor 800 Jahren gemeint hat: “Die Wahrheit ist wie ein großer Spiegel der vom Himmel herabfiel und in 1000 Stücke zerbrach. Ein jeder der ein Stück davon gefunden hat, wähnt sich im Besitz des Ganzen!” Und davon abgeleitet: “Die“ Wahrheit gibt es nicht“!

Nachdem inzwischen bereits mehr als 40 VOR ORT-Radiobeiträge in den letzten Monaten von Christian Aichmayr publiziert wurden, gibt es nun ein eigenes Sendeformat dazu: Jeden 2. und 4. Freitag im Monat um 09.00 Uhr. Selbstverständlich können alle Beiträge auch unter cba.fro.at nachgehört werden.


Aktuell am 12. 8. um 9.00 Uhr – Christian Aichmayr im Gespräch mit Anton Hüttmayr 

Anton Hüttmayr ist ein Urgestein der OÖ. Politik. Der Bürgermeister von Puchkirchen am Trattberg hat sich in den vergangenen vier Jahrzehnten nicht nur in seinem Heimatbezirk Vöcklabruck als ÖVP-Politiker einen Namen gemacht, er war als Landtagsabgeordneter auch im OÖ. Landtag vertreten und hatte auch zahlreiche andere Funktionen inne.

Zuletzt
hat er sich nun mehr und mehr von manchen seiner früheren Tätigkeiten zurückgezogen, für mich zu einem Zeitpunkt und in einem Alter, wo so manch andere politisch tätige Mensch noch gar keine Gedanken an Rückzug verschwenden. Auch ein Buch, in welchem seine vielseitigen Erfahrungen festgehalten werden, ist ganz aktuell erschienen – und damit war für mich klar – sein Rückzug ist tatsächlich gut überlegt, er hat eine ganz bewusste Entscheidung für sich getroffen.

Als
Bewohner des Bezirkes Vöcklabruck kam ich an Anton Hüttmayr nicht vorbei – immer wenn ich die Bezirkswochenzeitungen aufschlug, blickte mir Anton Hüttmayr jahrzehntelang stets mit hoher Wahrscheinlichkeit auf irgend einer Seite im Rahmen eines Berichtes über eine seiner zahlreichen Aktivitäten auf einem Foto entgegen.

Irgendwie
gehörte er damit mehr und mehr – in einer gewissen Form – zu meinem Alltag. Das war Grund genug für mich, mit Anton Hüttmayr nun anlässlich seines Rückzuges aus der Politik ein Interview zu führen!

Das
Buch über die politischen Gedanken von Anton Hüttmayr, welches in Zusammenarbeit mit dem Publizisten Norbert Blaichinger entstanden ist, heißt „Ein Schritt zurück, Zwei Schritte vorwärts“  ist in der Edition
Innsalz erschienen und ist im guten Buchhandel erhältlich.

Fremdmaterial in The Other Ones – We Are What We Are (1987)

We Are What We Are by The Other Ones ©

 

 

Redakteur Christian Aichmayr lädt zum gesellschaftlichen Diskurs. Bei “Vor Ort” werden Stimmen, Meinungen und Befindlichkeiten hörbar, welche in kommerziellen Medien kaum vorkommen. Die Form der Vermittlung ist dabei ganz unterschiedlich: Interviews, Buchrezensionen, Analysen, Essays – vieles ist möglich!